Aktuelles Programm

Das aktuelle Programm für 2018 wird im Spätherbst bekannt gegeben.

Weitere Infos, Reservierungen und Kartenvorverkauf:
Kultur- & Tourismusbüro im Rathaushof, Hauptplatz 29, 3300 Amstetten
Tel. +43 7472 / 601-454, Fax 455

Aufführungsort:
Pfarrsaal St. Stephan, Kirchenstraße 16, 3300 Amstetten

Kaiser Josef und die Bahnwärterstochter

Parodie von Herzmanovsky - Orlando
In seiner Parodie "Kaiser Joseph und die Bahnwärterstochter" lässt Herzmanovsky einen volksnahen Kaiser Joseph II. incognito in seinem Reich auf Reisen gehen. Und zwar reist er mit der Eisenbahn, die jedoch erst 50 Jahre später erfunden wird. In der kleinen Station "Wuzelwang", mitten im Gebirge. lässt Herzmanovsky die verschiedenen Gesellschaftsklassen aufeinandertreffen, vom Adel bis zum Abschaum der Gesellschaft in Gestalt eines Attentäters. Ja sogar die Tierwelt agiert in diesem Stück in Gestalt eines Dackels, der durch sein Bellen die Züge ankündigt. Zugsankunfts-Wahrsagerinnen, Wilderer, Bauernburschen als Gepäcksträger, Bahnhofspersonal, Adel und Kaiser vermengen sich zu einem Bilderbogen voll skurillen Humors, wobei - ähnlich wie bei Nestroy- teilweise schon der Name der handelnden Person deren Charakter ausdrückt.

Frühere Verhältnisse

Posse von J.Nestroy
Diese Posse, seine vorletzte, ist konzentrierter Nestroy. Nestroyisch durch ihre Themen und Charaktere, beides gestaltet durch enthüllende Sprache, aufs Straffste komponiert. Ihr ganzes Personal besteht aus zwei Männern und zwei Frauen. Spannend und überreich an Witz und Wortspielen zugleich, lässt sie dauernd auf die Satire horchen, die hinter der komischen Situation verborgen ist. "s Fatalste bei den früheren Verhältnisse is, daß oft erst später aufkommen tun" ist der Grundgedanke der Handlung, "so gibt`s viel guade Menschen, aber grundschlechte Leut´" das Leitmotiv des Stückes.

Weizen auf der Autobahn

tragisch-komisch-groteskes Stück von Felix Mitterer
Der in einer Irrenanstalt lebende Bauer erhält Besuch von seiner Tochter. Der alte Bauer wehrt sich gegen die Zerstörung der Natur und den Bau eines Hotels nach dem Abriß seines Hofes durch den Schwiegersohn mit seinen bescheidenen Mitteln. Er pflügt Baustellen, sät Weizen auf der Autobahn, liest die Geschichte eines Baumes aus einer Holzscheibe und schreit seinen Zorn lauthals heraus. In seiner Not wird er auch gewalttätig. Sein seelisches Leid wird von von seiner Familie und der Gesellschaft als geistige Krankheit abgetan.

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